Viele Frauen und Männer nehmen das Wiegen beim Abnehmen sehr genau. Deswegen geht es täglich auf die Waage. Gehören Sie auch dazu? Wiegen Sie sich sehr oft, wenn es um einen Gewichtsverlust geht? Den Körper so häufig zu wiegen muss allerdings nicht notwendig sein. Vielleicht ist es sogar völlig kontraproduktiv? Der Sache wollen wir auf den Grund gehen.

 

Was soll gewogen werden?

Auf die Waage zu steigen soll natürlich das eigentliche Gewicht des Körpers widerspiegeln. Allerdings wird das Gewicht, das die Waage zeigt, durch viele Faktoren beeinflusst.

Haben Sie beispielsweise mittags keine Zeit für Ihr Empfinden genug zu essen und essen Sie viel am Abend, dann messen Sie in der Früh vor allem auch das Gewicht vom Abendessen mit. Essen Sie am Abend eigentlich nichts mehr, bildet der Wert ein besseres Ergebnis ab.

Grundsätzlich messen Sie ja auch immer das Gewicht mit, welches Sie tagsüber dem Körper hinzufügen. Essen Sie 500 Lebensmittel und trinken viel, muss das nicht sofort vom Körper verarbeitet sein. Und auch nach der Verstoffwechselung verflüchtigen sich Lebensmittel nicht unbedingt einfach so.

Einmal in der Woche wiegen

Der Körper ist kein geschlossenes System und es gibt vielzählige Faktoren, die sich auf das Gewicht auswirken. Ob nun ein hormoneller Umschwung, der Umfang von Sport und Bewegung oder die Jahreszeit, wir haben an sich nicht die volle Kontrolle über das Gewicht.

Im Winter nimmt der Körper beispielsweise weniger Vitamin D auf, welches sich natürlich ebenfalls auf die allgemeine Gesundheit auswirkt. Hinzu kommen beim täglichen Wiegen die kleinen Schwankungen, die uns eigentlich nicht interessieren.

Vielleicht sind Sie sogar weniger motiviert, wenn Sie täglich Ihr Gewicht ansehen. Wiegen Sie sich lieber einmal in der Woche.

Der Faktor Motivation

Allein das Ergebnis des täglichen Wiegens kann Sie herunterziehen. Denn für gewöhnlich bewegt sich nicht viel. 200 Gramm weniger motivieren nicht jeden. Das mag ein Grund sein, weswegen das Wiegen einmal in der Woche vollkommen ausreichend ist, um das Gewicht zu kontrollieren. Nach einer Woche kann oder sollte das Gewicht sich tatsächlich verändert haben.

 

Welches Gewicht geht denn überhaupt verloren?

Mancher Mensch möchte denken, dass sich Fett vom Körper löst. Das ist leider nicht immer der Fall. Es sind nicht unbedingt Fettzellen, die verloren gehen. Vielleicht werden abhängig von der Vorgehensweise bei der Gewichtsabnahme Zellen kleiner, doch gehen sie nicht unbedingt verloren. Wasser geht aber verloren. Der Körper entwässert viel bei einer Diät.

Warum entwässert der Körper beim Abnehmen?

Kohlenhydrate binden im Körper viel Wasser. Und zwar richtig viele. Wer also viel Zucker und Weißmehlprodukte zu sich nimmt, der bindet viel Wasser, so der Stand der Wissenschaft. Auf einen Teil Kohlenhydrat werden drei Teile Wasser gebunden. Auch ganz ohne Ödeme stauen sich zunächst Wasservorräte im Körper an, die der Körper jedoch nicht benötigt. Der Körper besteht ja auch zu gut 70 % aus Wasser.

Ob Sie gesund sind oder nicht, entscheidet wiederum ob Sie das Wasser im Körper behalten oder ausscheiden. Abnehmen hat letztendlich wohl auch viel mit Wasserverlusten zu tun. Zu Beginn einer Diät, wenn Sie beispielsweise viel Fahrrad fahren oder joggen, verlieren Sie zuerst vor allem Wasser.

 

Die Waage richtig einschätzen

Zusammenfassend kann man also sagen, dass ein Blick auf die Tendenz einmal in der Woche genügt. Zuerst kann es auch nur ein schneller Wasserverlust sein, der die Pfunde richtig purzeln lässt. Abhängig von der sportlichen Betätigung geht bestimmt aber auch Fett aus den Fettzellen verloren. Erwarten Sie aber trotzdem nicht zu viel vom Abnehmen. 3 Kilogramm sind bereits ein Erfolg. Sollten Sie in der Woche 1,5 Kilogramm verlieren, ist das bereits ein zügiger Gewichtsverlust. Sehen Sie es unbedingt entspannt und erwarten Sie nicht zu viel.