Manche Menschen lieben es scharf. Gehören Sie auch dazu? Scharf zu essen ist sicherlich nicht ungesund. In Ländern wie Indien, Asien oder dem Orient wird häufig und gerne scharf gegessen. Scharfe Gewürze wirken gut gegen Keime, regen den Kreislauf an und bringen den Körper zum Schwitzen. Erreger oder Parasiten im Verdauungssystem sollen ursprünglich hiermit beseitigt werden. Scharfe Gewürze sind dort ein hilfreiches Mittel für die Gesundheit und das Wohlbefinden.

 

Was ist scharfes Essen?

Die Frage, wo scharf anfängt und was noch gesund ist, ist nicht sofort einfach zu beantworten. Manche Menschen haben schlichtweg eine Vorliebe für extrem scharfe Speisen. Indisch mit ursprünglicher Würzung ist brennend scharf. Manche Menschen lieben das. Im Ursprungsland, in dem sehr gerne und viel scharf gewürzt wird, macht es auch Sinn.

Gegen Keime und Krankheiten wirkt ein scharfes Gewürz unglaublich gut. Das Capsaicin, welches sich in unterschiedlichen Paprika-Arten findet, bewirkt an den Rezeptoren im Mundraum ein Gefühl von Schärfe.

Welche Schärfegrade gibt es?

Es gibt ganz unterschiedliche Kennzeichnungen, die nicht für jeden verständlich sind. Beispielsweise gibt es Angaben von A bis E oder F und es gibt eine Skala, auf der zum Beispiel ein Schärfegrad von 6 angegeben sein kann. Gegen unsichere Angaben wurde einmal eine Scala von einem Pharmakologen mit dem Namen Scoville entwickelt. Dieser hatte versucht die Schärfegrade zu klassifizieren.

Bis heute wurden diese Angaben weiter ausgebaut. In seinen Versuchen hatte eine normale, bunte Paprika den Scoville-Grad 0 und das pure Capsaicin wurde mit dem Scoville-Grad 16.000.000. Man müsste, ausführlicher gedacht, einen Milliliter pures, getrocknetes Capsaicin mit einer sehr großen Menge Wasser mischen, damit keine Schärfe mehr festgestellt werden kann.

Einfach extreme Schärfe einmal probieren?

Die meisten Menschen vertragen extreme Schärfe überhaupt nicht. Wird der Körper mit einem zu hohen Grad an Schärfe konfrontiert, kann das sogar zu Ohnmacht oder einem Kreislaufzusammenbruch führen. Überdurchschnittlich scharfe Soßen vertragen die meisten Menschen nicht. Es ist deswegen besser, in kleinen Schritten und in winzigen Mengen einen höheren Grad von Schärfe zu probieren.

 

Was bewirkt scharfes Essen?

Der Körper reagiert bei extremer Schärfe mit Schwitzen. Das ist in vielen Ländern genau die Wirkung, die gewünscht ist. Der Körper reinigt sich. Keime im Mundraum werden durch das Capsaicin geradezu abgetötet. Im Magen-Darm-Trakt reizt das Capsaicin die Verdauungsorgane.

Der Körper möchte diesen Stoff wieder loswerden. Dabei wird der Stoffwechsel kräftig angekurbelt. Ab und zu einmal scharf zu essen, regt also die Verdauung an. Es kann langfristig dabei helfen schlank zu bleiben. Solange der Körper durch die Würze nicht stark gereizt oder überreizt wird, ist ein scharfes Essen vollkommen in Ordnung.

Welche Gewürze erzeugen Schärfe?

Bunter Pfeffer, Cayenne-Pfeffer, Paprika rosenscharf, Senf, Zwiebel, Ingwer und rote Chiliflocken kennen wir alle. Diese werden häufig verwendet, um Gerichte harmonisch abzurunden. Sie werden manchmal als scharf oder als anregend empfunden. Nicht oft erzeugen sie zu viel Schärfe. Wer es richtig scharf mag, der greift zu Chilischoten.

Auf der Welt gibt es beispielsweise in Südamerika und in Japan spezielle Züchtungen, deren Schärfegrade die übliche Schärfe weit übersteigt. Die Jalapeño gilt als extrem scharf und kann abhängig von der Züchtung eine sehr scharfe Paprikaschote sein. Extrem scharf bis lebensgefährlich sind die Paprikaschoten Thai-Chili, die Habanero-Schote und Extrem-Peperoni Bhut Jolokia. Hier reicht die Skala von 80 000 Scoville bis zu 1 000 000 Scoville.

Wann ist es zu viel?

Immer scharf zu essen soll jedoch überhaupt nicht gut sein. Jeder Mensch bemerkt es schnell. Irgendwann wirkt das scharfe Essen unangenehm. Es reizt den Magen spürbar und kann in größeren Mengen über einen langen Zeitraum Sodbrennen hervorrufen. Sobald Sie Sodbrennen spüren, ist es eigentlich schon zu spät.

Der Magen soll nicht intensiv gereizt werden. Lieber Vorsicht mit der Schärfe. Einmal in der Woche etwas scharf zu essen kann gut sein. Am besten wird aber nicht kontinuierlich scharf gegessen. „Vorsicht ist besser als Nachsicht“, so der Volksmund.

 

Ein Fazit zum scharfen Essen

Scharfe Gewürze sind gut für den Körper und können wohltuend wirken. Übliche Würze durch Zwiebel und Knoblauch ist sogar empfehlenswert. Schärfe von Pfeffer oder ähnlichen Gewürzen ist angenehm anregend. Für den Stoffwechsel wirkt das beispielsweise positiv. Es verhält sich aber wie mit allem. Zu viel des Guten ist nicht in Ordnung.

Aus diesem Grund sollte darauf geachtet werden, dass der Schärfegrad dem Körper nicht schadet. Bei Zweifeln könnten Sie etwa beim nächsten Arztbesuch einmal nachfragen, ob der Körper vom Schärfegrad einen Schaden nimmt. Grundsätzlich kann das Schärfen von Speisen aber gesund und gut sein. Der Körper wird hierdurch angeregt und das Essen schmeckt. Auf das richtige Maß kommt es an.

 

 

 

 

 

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Scoville-Skala

https://rp-online.de/leben/gesundheit/ernaehrung/scoville-ab-wann-ist-scharf-eigentlich-zu-scharf-und-was-hilft_aid-16279417